so fing es an

Der Grundstein unserer Feuerwehr wurde 1936 mit der Neugründung eines Löschwasserverbandes gelegt, zu dem die Gemeinden Sülbeck, Helpsen und Kirchhorsten gehörten.

Wilhelm Steinhoff aus Kirchhorsten wurde zum Brandmeister gewählt. Ein Feuerwehrhaus gab es zu dieser Zeit nicht, auch war die Ausrüstung recht spärlich. Sie wurde bei Landwirten in Scheunen abgestellt. Die Kameraden waren sich aber trotzdem ihrer Verantwortung bewußt, ihre Mitbürger vor Feuer und anderen Gefahren zu schützen. Eine gefestigte Kameradschaft hielt diesen Verband auch in den Kriegsjah­ren, in denen besonders hohe Einsatzbereitschaft gefordert wurde, zusammen.

altes Gerätehaus

Im Jahr 1951 wurde unsere Feuerwehr selbständig und von Brandmeister Fritz Krömer geführt, der schon im Lösch­wasserverband dieses Amt als Nachfolger von Wilhelm Steinhoff ausübte.

Seit 1950 gab es in Kirchhorsten im Ellernkamp ein Gerätehaus, in dem nun Ausrüstung und Geräte untergestellt waren. Bald wurden eine DKW - Motorspritze und ein Schlauchwagen angeschafft, die dann zunächst mit Traktoren von Landwirten und später mit dem gemeindeeigenen Unimog zum Einsatz gebracht wurden. Dieser Unimog hatte auf der Ladefläche Sitzbänke, auf denen die Mannschaft befördert wurde.

Um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden kaufte die Gemeinde Kirchhorsten 1967 ein Löschfahrzeug vom Typ LF 8, das in unserer Wehr bis zum Jahr 1993 eingesetzt war und anschließend gegen drei Atemschutzgeräte an einen Liebhaber eingetauscht wurde.

Im Jahr 1976 wurde von der Samtgemeinde Nienstädt das neue Feuerwehrhaus in der Feuerwehrstraße in Dienst gestellt, dessen Rohbau noch vor der Kommunalreform von der Gemeinde Kirchhorsten begonnen wurde. Durch Umbau 1983, grundlegende Heizungssanierung 1993 und Renovierung der Küche und des Schulungsraums 2009 wurde unser Feuerwehr­haus auf den heutigen Ausbaustand gebracht.

Am 29.05.1989 ging ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Wir gründeten in Kirchhorsten eine Jugendfeuerwehr. Zum Jugendwart wurde Peter Zeisberg gewählt, der von Knut Sundermeier, Ramon Pompe, und Andreas Ziehe unterstützt wurde. Es begann mit Jugendlichen, die zuvor in den Jugendwehren Seggebruch und Südhorsten angemeldet waren, aber auch aus unserem Ort, die vorher nichts mit der Feuerwehr zu tun hatten.

Nach Gründung der Samtgemeinde wurde Kirchhorsten Stütz­punktfeuerwehr und deshalb im November 1976 mit einem neuen TLF 16/25 ausgestattet. Dieses Fahrzeug wurde während der Arbeitszeit gemeinsam mit Feuerwehrkameraden, die bei der Firma Hautau und bei anderen Arbeitgebern tätig sind besetzt. Es wurde 2005 durch das jetzige TLF 16/24 ersetzt und leistet seinen Dienst nun in Merlo (Provinz San Luis) in Argentinien.

Am 06.Dezember 1992 konnten wir ein neues LF 8 übernehmen das Anfang 1993 in Kirchhorsten in Dienst gestellt wurde und das 25 Jahre alte Vorgängermodell ablöste.

Unter Führung der Ortsbrandmeister Wilhelm Steinhoff, Fritz Krömer, Heinrich Tölke, Gerhard Schilawa, Karl-Heinz Dehne, Walter Heine, Friedrich Dralle, Reinhard Grote und Ernst Wilkening wuchs unsere Wehr auf den heutigen Stand von über 140 Mitgliedern an. Der jetzige Ortsbrandmeister Peter Zeisberg übernahm 2008 die Führung der Wehr.

Im Staatsarchiv Bückeburg, in den Akten des Fürstlichen Landratsamtes finden wir die Bestätigung, daß ein Feuerlöschverband schon wesentlich länger besteht. Da existiert eine Mappe mit dem Schriftverkehr zwischen dem Fürstlichem Landratsamt und dem Feuerlöschverband Sülbeck. Dieser Verband bestand aus den Gemeinden Sülbeck, Kirchhorsten, Helpsen, Südhorsten und Rösehof und wurde am 30.Dezember 1872 gegründet. Erster Vossitzender war der Colon Schöttelndreier aus Kirchhorsten Nr. 7.

In den Statuten hat man erfolgreich versucht, den Feuer­löscheinsatz zu regeln.

Alarmiert wurde damals durch Läuten der Kirchenglocken in Sülbeck. In den anderen Gemeinden ertönte das Feuerhorn. Nachbarschaftliche Löschhilfe und Meldung an das Landrats­amt wurden durch berittene Boten bestellt.

Eine Fahrspritze war im Spritzenhaus in Sülbeck unterge­stellt. Alle Hausbesitzer, die mehr als zwei Pferde hielten, waren zum Fahren verpflichtet. Pro Pferd und Stunde Wegs wurde aus Verbandskosten 1 Taler vergütet. Zwei Wasserkübel sollten angeschafft werden und dann ebenso mit je zwei Pferden befördert werden. Zur Bedienung solch einer Fahrspritze waren 16 Mann und der Spritzenmeister erforder­lich.

Eine Handspritze stand in Südhorsten, die von 4 Mann und dem Spritzenmeister bedient wurde.

In jeder Gemeinde wurden zum Retten 5 - 10 Mann im voraus bestimmt, die durch Bänder am linken Arm kenntlich gemacht waren. Reserven wurden aus den zur Hilfeleistung paraten Personen herausgezogen.

In Ermangelung anderweitiger Einnahmen wurden die Kosten des Verbandes auf die Hausbesitzer, nach Versicherungswert ihrer Gebäude umgelegt.

In diesen Akten finden wir in einer Aufstellung vom 03.August 1893 in dem der Colon Hofmeister aus Sülbeck auf ein geehrtes Schreiben Fürstliches Landratsamt zu Bücke­burg, betreffs Angabe der tauglichen Feuerlöschgerätschaf­ten und Aufbewahrungsort derselben ergebenst mitteilt, daß sich befindet in der Gemeinde Kirchhorsten: 2 Feuerhaken, 2 Feuerleitern - bei Schmöe Nr.1